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Hallo Lars
Das Aufwachsen von Kindern und Enkelkindern in der Familie zu dokumentieren ist für mich unbestritten etwas sehr Sinnvolles, sollte aber in aller Regel im Kreis der Familie und enger Freunde bleiben. Wenn man überhaupt überlegt, Fotos öffentlich zu publizieren, sind Deine Fragen ein guter Gatekeeper, wobei ein verantwortungsvoller Fotograf sich diese auch im privaten Bereich grundsätzlich stellen sollte.
Um eine böswillge und kriminelle Verwendung auszuschliessen, sind Deine Fragen aber nicht ausreichend, da man mit drei oder vier Aufnahmen eines Gesichtes aus verschiedenen Blickwinkeln die betroffenen Person mit KI heute in jeden beliebigen Kontext setzen kann. Das Tor für eine böswillig eingesetze KI ist also auch mit verantwortungsvoll publizierten Fotos schnell weit offen, wenngleich die Wahrscheinlichkeit einer böswilligen Veränderung zum Schaden des Kindes bei privaten Kinderfotos aus meiner Sicht eher gering ist.
Mein privates Fazit: Um böswillige und kriminelle Veränderungen von Fotos auszuschliessen, müssten Kinderfotos grundsätzlich im Familien- und Freundeskreis bleiben, was ich aber für übertriebene Vorsicht halte. Wer das aus meiner SIcht kleine Risiko einer böswilligen Veränderung solcher Bilder tragen will, ist mit der Berücksichtigung Deiner Fragen aus meiner SIcht gut unterwegs.
Im öffentlichen Raum sieht das vermutlich anders aus und hier brauchen wir Mechanismen zur Erkennung von Deepfakes und deren Sanktionierung ebenso, wie einen verantwortungsvollen Umgang mit Social Media, von dem unsere Gesellschaft leider meilenweit entfernt ist.
Viele Grüsse
Bernd
»…der bewusste, respektvolle Umgang mit den Menschen, die wir fotografieren« sollte eigentlich für jeden Fotografen selbstverständlich sein. Natürlich auch und gerade wenn es um Kinder geht. Ich habe in meinem Fotografenleben schon oft genug Kinderfotos gemacht oder machen müssen. Kinder sind wohl die dankbarsten Fotomodelle überhaupt, weil da oft Vieles unbekümmert, ungestellt bleibt, obwohl sie natürlich auch posieren können. Deswegen sind Kinder in der Werbefotografie, im Journalismus oder auch in Film und Fernsehen so beliebt. Und 2,4 Mrd. Kinder aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannen zu wollen, erscheint mir völlig sinnfrei. Mit diesem Anspruch sind hier aber so einige unterwegs, und durch Deinen Artikel dazu, fühlen sie sich auch sicher bestätigt.
Ein Erfolg im Kampf gegen Kinderpornographie oder Missbrauch ist durch das Verbot von Kinderfotos im Netz jedenfalls nicht gesichert. Darum sollten sich Strafverfolgungsbehörden mit entsprechender personeller und technischer Ausstattung kümmern. Und Fotoplattformen wie die fc in allen Ehren, toll fotografierte Kindermotive kriegt man auch mit screenshots von Film oder Fernsehen, und dann sogar größer, als die Briefmarken in der fc.
Wenn die Kunst vor den Pädophilen kapitulieren soll, ist das schon ein Armutszeugnis.
Dass da auch irgendwo Fehler im System liegen ist aber unübersehbar. Das Bildungssystem ist marode, seine Infrastruktur auch. Tiktok, facebook oder diverse messenger-Plattformen haben mehr Einfluss auf unsere Jugend und deren Kommunikation, als Viele wahrhaben wollen. Was da an Fotos und Filmchen in challenges abläuft, macht mir viel mehr Angst, als die Frage, ob nun Kruzifixe in der Schule hängen sollen, oder nicht. Das ist aber scheinbar das Einzige, was Bildungspolitik für manche Politiker auszumachen scheint. Dabei sind die Parlamente voll mit ehemaligen Pädagogen.
Die an den Schulen wiederum um so mehr fehlen …
Und dann ist da sicher noch das Problem der überforderten Eltern, der Helicoptereltern, und der work-life-Balance.
Ja, es gibt unglaublich viele gute Eltern, Familien. Aber es gibt eben auch all das.
Und jede Menge (gute – nicht nur »nette«) Kinderfotos, die auch (hier) gezeigt werden sollten.
Hallo Frank,
Danke für Deine Rückmeldung. Um ein „Verbannen“ von Kinderfotos geht es nicht – es geht darum, dass jede und jeder sensibler mit dem Thema umgehen und wirklich darüber nachdenken sollte, was er wo zeigt und was lieber nicht.
LG!
Lars
Hallo Lars,
das mag sein, und darf auch gerne sein. Aber auch hier sind »Rufer und Warner« unterwegs, die genau so etwas wollen. Und die fühlen sich durch solche Beiträge wie von Dir eher bestätigt. Ich werde hier niemanden denunzieren, aber es ist ja nicht nur das Thema Kinderfotos. Ich habe hier auch schon Anfeindungen wegen Zoofotos gelesen.
Nur deshalb wollte ich ein wenig Realismus in diese Diskussion bringen.
Gruß, Frank.
Hallo Frank,
Dass es „Rufer und Warner“ gibt, sollte kein Grund sein, das Thema unter den Tisch fallen zu lassen. Am Ende entscheidet jeder individuell für sich, wie er mit dem Thema umgeht. Die einen sind da eben radikaler, die anderen gemäßigter. Subjektiv und individuell gesehen gibt es für jede Sicht gute Begründungen. Aus meiner Sicht gehört das eben dazu. Entscheidend ist, wie jeder Einzelne für sich entscheidet.
LG!
Lars
Das Thema und die Aufrufe zu sorgfältigerem Umgang mit Kinderfotos sind so wichtig, wie unstrittig!
Ungeachtet dessen erheben sich für tausende Fotografen einige unlösbare Fragen:
–>
Wie sollen sie (sollen Eltern) wissen, ob der/die Dreijährige sich mit 13 oder 15 noch „gut findet“.
Im Vorbehalt eines sich bis dahin 3x ändernden Mainstream-Geschmacks?
Im Vorbehalt, das sich bis dahin Techniken ebenso geändert haben, wie das „Posting“-Verhalten der Jugendlichen selbst?
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Wie fragt man Eltern, die kaum Deutsch sprechen und/oder die Problematik überhaupt nicht einschätzen können, weil in ihrem Kulturkreis das Thema Kinderfoto überhaupt keine problematische Rolle spielt? Schriftlich? In Landesprache per Formulare? Alles Unsinn, ich weiß. Aber ich schreibe jedoch hier aus Erfahrung vieler professioneller Kollegen.
–>
Streetfotografie / Reportagefotografie: Wie holt man sich Genehmigungen von 16 jährigen oder deren Eltern, die (bis man sie fragen kann) längst aus der Szene verschwunden sind?
Ganz abgesehen davon, dass eine mündliche Genehmigung im Ernstfall überhaupt nichts wert ist, weil sie locker abgestritten werden kann?
–>
Wie alle, mir z.T. im Detail bekannten, ernsten Untersuchungen zeigen, ist das brisante Thema Phädophilie längst der normalen Fotografie entwachsen und bastelt in großem Stil und mit AI die erschreckensten Bilder.
Hierzu reicht als Rohmaterial schon ein ganz normales offizielles Schulklassenfoto, das in der Schulwebseite auftaucht, oder ein UNICEF-Hochglanzfoto von badenden Kindern irgendwo aus Afrika.
————-
Fazit:
„Wenn ich als professionell und im Auftrag agierender Reporter und dokumentierender Photograph nach den offiziellen Richtlinien „sauber“ arbeiten wollte, könnte ich meinen Beruf aufgeben.“ Aussage eines sehr bekannten und vielfach ausgezeichneten Kollegen.
Ich würde mir wünschen, klare und realitätsgerechte(!) Rahmen vorzufinden anstatt als Fotografen mit schwammigen Forderungen („holen Sie die Genehmigung ein“) auf ein Glatteis geführt zu werden, das jeder beliebige Abmahnfreund zum Geldverdienen einsetzen kann.
Es reicht schon, dass ich theoretisch abkassiert werden kann, wenn ich den Eifelturm fotografiere …
Hi Fred,
danke für Deine Auseinandersetzung mit dem Thema. Ich werde mal aus meiner Perspektive auf Deine einzelnen Fragen eingehen:
1. „Wie sollen sie (sollen Eltern) wissen, ob der/die Dreijährige sich mit 13 oder 15 noch „gut findet“.“
Sicher ist: Eltern können nicht wissen, ob das Kind in 10 Jahren anders entscheiden würde. Das ist in meinen Augen auch gar nicht nötig, denn eigentlich reicht die Frage an das eigene Ich: „Würde ich es als 13-jähriger gut finden, wenn man ein Foto von mir in Situation XY jetzt frei im Internet findet?“ Beantworte ich diese Frage mit nein oder mit einem komischen Gefühl, dann ist die Sache für mich klar.
2. „Wie fragt man Eltern, die kaum Deutsch sprechen und/oder die Problematik überhaupt nicht einschätzen können, weil in ihrem Kulturkreis das Thema Kinderfoto überhaupt keine problematische Rolle spielt? Schriftlich?“
Auch hier spielt in meinen Augen weniger eine Rolle, welche Antwort Eltern bzgl. einer Internetveröffentlichung geben könnten, die aus einem anderen Kulturkreis oder einem anderen Land kommen, keine oder kaum Berührung mit dem Internet haben und demzufolge auch gar nicht wissen, „welche Gefahren“ auf Kinderfotos im Netz lauern könnten. Wir als Fotografen mit diesem Wissen und aus einer Region, in der der Missbrauch von Kinderfotos und die Möglichkeiten dafür eigentlich für jeden greifbar und vorhanden sind, sollten aufgrund dieses Wissens entscheiden: Möchte ich ein Kinderfoto, das ich in Afrika, Asien etc. gemacht habe, wirklich veröffentlichen? Das zu entscheiden liegt allein in unserer Verantwortung.
3. „Streetfotografie / Reportagefotografie: Wie holt man sich Genehmigungen von 16 jährigen oder deren Eltern, die (bis man sie fragen kann) längst aus der Szene verschwunden sind?“
Hier gelten grundsätzlich die rechtlichen Vorgaben. Siehe dazu: https://news.fotocommunity.de/dsgvo-fuer-fotografen/
4. „Wie alle, mir z.T. im Detail bekannten, ernsten Untersuchungen zeigen, ist das brisante Thema Phädophilie längst der normalen Fotografie entwachsen und bastelt in großem Stil und mit AI die erschreckensten Bilder.“
Auch hier: Ich denke, dass das Wissen, dass ein echtes Foto, ein echtes Kind die Vorlage für ein KI-Bild ist, durchaus relevant ist und ein solches KI – Bild interessanter macht, als eines, das völlig frei „erfunden“ wurde. Daher bin ich davon überzeugt, dass die Nachfrage nach echten Kinderfotos durch KI nicht zurückgehen, sondern eher steigen wird – eben weil ich damit so viel machen kann. Zudem entbindet uns diese Entwicklung und das Wissen nicht von unserer Verantwortung für das eigene Handeln.
5. „Wenn ich als professioneller Fotograf nach den offiziellen Richtlinien arbeiten wollte, müsste ich meinen Beruf aufgeben.“
Ich verstehe die Frustration. Viele Regeln wirken schwammig oder schwer umsetzbar – gerade im Reportage- oder Street-Kontext. Aber ich glaube, es geht nicht darum, dass niemand mehr arbeiten soll oder darf. Am Ende geht es weniger darum, ob man alle Regeln perfekt einhalten kann, sondern darum, mit welcher Haltung man arbeitet. Nicht der kleinste rechtlich erlaubte Rahmen sollte Maßstab sein, sondern der bewusste, respektvolle Umgang mit den Menschen, die wir fotografieren – vor allem, wenn sie sich selbst (noch) nicht schützen können. Es geht darum, dass wir uns bewusst machen, wann wir mit unseren Bildern andere – gerade Kinder – in Situationen bringen, die später zum Problem werden könnten und besonders da sollten wir verantwortungsvoll handeln.
Liebe Grüße
Lars