25 Jahre fotocommunity

25 Jahre fotocommunity

25 Jahre fotocommunity: Unser gemeinsamer Weg

25 Jahre fotocommunity.

Das ist viel mehr als bloß eine nackte Zahl. Schauen wir heute auf diese lange Zeit zurück, sehen wir keineswegs nur irgendeine Website. Es zeigt sich vielmehr ein über Jahrzehnte gewachsener Ort voller bleibender Gespräche sowie Fotos, die wirklich etwas in uns bewegt haben. Vor allem aber geht es um jene Menschen, die das Ganze seit einem Vierteljahrhundert tragen. Was damals, im Jahr 2001, als ganz privates Projekt seinen Lauf nahm, stellt heute eine der bedeutendsten Fotografie-Gemeinschaften in ganz Europa dar. Dazwischen liegen Millionen von Aufnahmen, zahllose Kommentare, auch mal hitzige Debatten oder echte Begegnungen. Eine Geschichte also, die wir gemeinsam verfasst haben.

Von der Pionierarbeit zum digitalen Zuhause

Erinnern wir uns kurz an den Moment des Beginns zurück.

Die digitale Fototechnik steckte 2000 noch in den Kinderschuhen und fühlte sich eher wie ein Versprechen für die Zukunft an. Wer damals den Auslöser drückte, hielt vielleicht eine Canon EOS D30 mit gerade einmal 3,1 Megapixeln fest oder bestaunte ehrfürchtig jene Nikon D1, welche für viele das neue Zeitalter endgültig einläutete. Analoge Filmrollen spielten zwar noch die Hauptrolle, doch etwas völlig Neues drängte bereits unaufhaltsam nach vorn. Selbst das Internet wirkte damals noch anders, irgendwie rauer und persönlicher, und vor allem auch viel langsamer. Man wählte sich mühsam per knatterndem Modem ein und wartete quälend lange Minuten auf die Darstellung eines einzelnen Fotos. Genau deshalb besaß jedes Foto damals ein ganz anderes Gewicht.

In dieser Zeit kam Andreas Meyer – der Gründer der fotocommunity – von seinen Reisen mit vielen Bildern zurück. Er suchte einen Ort im Netz, an dem es nicht nur um das Ablegen von Fotos ging, sondern um Resonanz – um Austausch, Rückmeldung und ein echtes Gegenüber. Aus solch einem persönlichen Bedürfnis heraus wuchs die Idee einer Online-Foto-Gemeinschaft, und so wurde schließlich im Februar 2001 die fotocommunity geboren.

Wenn die Stille im Netz zu laut wird

Viele kennen wohl noch das frustrierende Gefühl, wenn Fotos einfach kein Echo finden.

Damals bastelte man oft mühselig an der eigenen Homepage herum, lud aufwändig Daten hoch und verschickte Links an Freunde. Meistens geschah danach rein gar nichts. Fotos standen völlig isoliert im Web, da es weder Likes noch Algorithmen gab. Wer ehrliche Rückmeldungen suchte, musste auf Gleichgesinnte in unübersichtlichen Newsgroups hoffen. Doch dort war das Zeigen von Aufnahmen umständlich, während die Kommunikation oft brüchig blieb. Die fotocommunity schloss genau diese Lücke durch einen simplen Upload-Button sowie die klare Vision, dass Menschen über Fotografie sprechen sollen. Und zwar offen, ehrlich und respektvoll.

Unser gemeinsames Verständnis von Anfang an

Schon im Gründungsjahr wuchs die Seite deutlich schneller als gedacht.

Tausende meldeten sich an, erste Debatten entbrannten und es wurde schnell klar, dass dieser Ort einen Nerv getroffen hatte. Bereits in der spartanischen Ur-Version ging es um weit mehr als bloße Technik. Es ging um unser Verständnis davon, wie wir menschlich miteinander umgehen wollen. Das bekannte Uploadlimit war dabei nie ein technischer Trick, sondern vielmehr Ausdruck von echtem Respekt. Wer nur wenig zeigen darf, wählt bewusster aus und schaut genauer hin – sowohl auf die eigene Arbeit als auch auf die der anderen Mitglieder. Die Fotografie selbst stand im Fokus, nicht die Lautstärke. Diese Haltung wurde zu unserem festen Fundament, welches uns durch sämtliche Kameragenerationen sowie den Wandel des Netzes getragen hat. Selbst dann noch, als soziale Netzwerke immer oberflächlicher wurden.

Wachsen, ohne den Kern zu verlieren

Mit der Zeit wuchs das Projekt stetig weiter.

Aus dem einstigen Hobby wurde ein professionell geführter Betrieb mit internationaler Ausrichtung. Neben der deutschsprachigen Basis entstanden Versionen auf Englisch, Italienisch, Französisch oder Spanisch. Doch der Kern blieb stets identisch: Fotos zeigen, darüber diskutieren und voneinander lernen. Das Wachstum brachte natürlich Verantwortung mit sich, die Andreas Meyer ganz bewusst nicht alleine schultern wollte. Aufgaben wurden verteilt, die Moderation wuchs direkt aus der Gemeinschaft heraus und neue Sektionen bildeten sich organisch aus Diskussionen. Leicht war dieser Weg nicht immer. Es wurde gestritten, teils heftig, über Bildkritik oder den richtigen Tonfall. Aber man hörte einander zu und fand wieder zusammen. Andreas vertraute darauf, dass Erwachsene solche Konflikte selbst lösen können. Diese Reibung hat uns nachhaltig geprägt und eine besondere Wärme entstehen lassen. So wurde die Plattform zu einem Ort, den wir heute als unser gemeinsames Zuhause empfinden.

Vom digitalen Raum ins echte Leben

Schon früh verlagerte sich dieser Austausch ins reale Leben.

Mitglieder trafen sich auf Messen, bei Fototouren oder an Stammtischen. Aus anonymen Usernamen wurden echte Gesichter, aus bloßen Kommentaren richtige Gespräche. Bis heute entstehen dadurch tiefe Freundschaften oder sogar Familien. Für viele ist die Gemeinschaft ein fester Bestandteil des Alltags geworden, sowohl online als auch offline. Dass eine digitale Community diesen Sprung schafft, ist keineswegs selbstverständlich, sondern das Resultat von Vertrauen und echter Verbindung. Darauf dürfen wir und dürft besonders Ihr nach 25 Jahren wirklich stolz sein. Es ist eine enorme Leistung, solch einen Ort über ein Vierteljahrhundert lebendig zu halten.

25 Jahre – darauf dürft Ihr stolz sein

25 Jahre fotocommunity wären nichts ohne Euch. Ohne die Fotos, die Ihr gezeigt habt, ohne die Zeit, die Ihr investiert habt, ohne die Aufmerksamkeit, die Ihr anderen geschenkt habt. Ihr habt diskutiert, hinterfragt, ermutigt und diesen Ort über Jahre hinweg mit Leben gefüllt.

Genau dadurch ist aus einer Plattform eine Gemeinschaft geworden. Eine Community über ein Vierteljahrhundert lebendig zu halten, ist alles andere als selbstverständlich. Dass das gelungen ist, liegt an Euch. Danke dafür!

2026: Ein Jahr der Begegnung

Im Jubiläumsjahr 2026 wollen wir genau daran anknüpfen.

In Zeiten, in denen alles flüchtiger wird, wächst der Wunsch nach mehr Tiefe. Wir bringen das Gemeinsame wieder verstärkt nach draußen, weg vom Schreibtisch und hin zur Kamera. Neue Formate innerhalb der „fotocommunity Meets“-Reihe schaffen Räume für Begegnung und gemeinsames Fotografieren. Den Startschuss gibt unser großer Fotowettbewerb, der kein kurzes Schaulaufen sein soll, sondern ein Projekt über viele Monate. Jeden Monat wartet ein neues Thema auf uns, begleitet von Inspiration aus der Runde. Im Februar geht es mit dem Thema Architektur weiter. Wir laden Dich ein, das nächste Kapitel mit Deinen Fotos mitzuschreiben.

25 Jahre in Fotos

25 Jahre lassen sich nicht zusammenfassen. Aber man kann sie zeigen.

Aus jedem Jahr haben wir ein Foto ausgewählt – aus den meistdiskutierten und beliebtesten Fotografien ihrer Zeit. Fotos, über die gesprochen wurde. Fotos, die etwas ausgelöst haben.

Jedes Foto steht für ein Jahr. Und jedes Jahr erzählt seine eigene Geschichte.

Welches Foto hat Dich am meisten beeindruckt?

Genau das interessiert uns. Welches Foto aus 25 Jahren fotocommunity ist Dir besonders im Gedächtnis geblieben? Welches Foto findest Du bis heute außergewöhnlich – und warum?

Verlinke Deinen persönlichen Favoriten aus der fotocommunity einfach im Kommentar unter unserem Geburtstags-Bild in der fotocommunity. 

Ein Blick hinter die Kulissen

Anlässlich unseres großen Jubiläums haben wir uns bewusst die Zeit für einen intensiven Rückblick genommen.

Lars Ihring unterhielt sich dazu ausführlich mit Andreas Meyer, dem Gründer der fotocommunity, über genau jene prägenden Themen. Das Gespräch drehte sich um die ersten Schritte, mutige Entscheidungen sowie das Wesen echter Gemeinschaft. Dabei wurde vor allem beleuchtet, weshalb dieser Ort nach all den Jahren immer noch so hervorragend funktioniert.

Falls Du tiefer eintauchen oder diese Geschichten direkt aus erster Hand erleben möchtest, steht die komplette Podcast-Episode hier für Dich bereit.

Danke

Danke an alle, die diesen Weg möglich gemacht und ihn über Jahre hinweg mitgetragen haben. Ein besonderer Dank gilt Andreas Meyer, der im Jahr 2001 den ersten Schritt gemacht hat. Vielen Dank auch allen, die ehrenamtlich über all die Jahre im Hintergrund zum Gelingen beigetragen haben, noch beitragen und zukünftig beitragen werden.

Danke für Eure Fotos und für die Gespräche, die daraus entstanden sind. Wir sind gespannt auf alles, was noch kommt – und darauf, diesen Weg weiter gemeinsam zu gehen.

9 Comments:
4. Februar 2026

Da gerade die Abbuchung für dieses Jahr läuft,
wird mich die Nächte auch als 25jährigen Jubilar sehen. 😉
Dieses kam von mir zu eurem 22. Der Lächelnde,
oben rechts bin ich, auf der herrlichen 10. in Köln, unvergessen.
[fc-foto:48012305][fc-foto:248815286]
[fc-foto:24772213][fc-foto:24772133]
Hier noch mal ein Danke für zufriedene Jahre.
Auf weitere Jahre
Gerd.

3. Februar 2026

Herzlichen Glückwunsch zum 25 Jährigen Jubiläum

2. Februar 2026

Auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zum 25 jährigen Bestehen der fc! Ich bin seit 2011 dabei und fühle mich hier nach wie vor sehr wohl, weil es persönlicher zugeht als auf anderen Plattformen. Mir ist es wichtig, den Menschen hinter der Kamera spüren zu dürfen und nicht per Algorithmus geknechtet zu werden. Danke dafür! In diesem Sinne hoffe auf weitere schöne Jahre hier.
Liebe Grüße
Achim

1. Februar 2026

Ich habe mein Leben lang fotografiert und die Bilder wegsortiert. Irgendwann habe ich gemerkt, so läuft das nicht weiter. Für wen, außer für mich, mache ich das ? Ich habe zehntausende Bilder und ab und zu ein gutes und das teile ich seit geraumer Zeit. Danke!

1. Februar 2026

Moin zusammen, Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ihr habt ja offensichtlich vieles richtig gemacht sonst wäre man ja nicht 25 Jahre am Start. Bitte weiter so ich freu mich dann mal weiter. Feiert schön ich feiere mit im Geiste.
Gruß Detlef
( detschli )

1. Februar 2026

Ich bin sehr dankbar, dass die fc gibt ! So viele Freunde , so viele Begegnungen! Ich vermisse die Jahrestreffen…. Das war immer ein Highlight!
Ich habe in Wien seit 22 Jahren das Baby Sonntagsfrühstück „geboren „! Seitdem treffen wir uns jeden Sonntag zum FC Frühstück!
Schön, dass die fotocommunity , Andreas Mayer, Lars und das Team gibt !

1. Februar 2026

Herzlichen Glückwunsch!
Es macht Spass Mitglied dieser Community zu sein.
Wir zeigen einander die Welt.
Was mich am meisten freut, ist die Möglichkeit eine eigene Website zu haben.
Vielen Dank für alles!

1. Februar 2026

Mir fehlt hier schmerzlich eine wertschätzende Erwähnung der erstem fest Angestellten bei der Fotocommunity Ute Allendörfer. Sie war die Seele der Fotocommunity und hat der Plattform eine Seele gegeben, die jetzt aufgrund der natürlich auch verständlichen Verkommerzialisierung etwas gewichen ist. Das ist so, das ist auch Teil einer Entwicklung, wenn etwas so groß wird und sich halten muss.
Aber die Geschichte wäre eine komplett andere ohne Ute gewesen.

1. Februar 2026

Hi Heiko,
Danke Dir für diesen Kommentar und für die offenen, persönlichen Worte. Du sprichst etwas an, das viele von uns bewegt. Menschen wie Ute Allendörfer haben der fotocommunity früh eine Seele gegeben. Mit ihrem Engagement, ihrer Art und ihrer Nähe zu den Menschen hat sie diesen Ort geprägt – keine Frage. Und diese Spuren sind bis heute spürbar und für viele langjährige Mitglieder fest mit der eigenen Erinnerung an die fotocommunity verbunden.

Im Jubiläumsbeitrag haben wir uns dennoch bewusst dafür entschieden, keine einzelnen Namen herauszugreifen. Nicht, weil diese Beiträge weniger wichtig wären, sondern weil die Geschichte der fotocommunity von sehr vielen getragen wurde. Von Menschen, die sichtbar waren, und von solchen, die im Hintergrund gewirkt haben. Hätten wir einzelne hervorgehoben, wäre das Gesamtbild zwangsläufig unvollständig geblieben.

Unser Blick sollte deshalb auf dem Gemeinsamen liegen. Auf dem, was über all die Jahre entstanden ist, weil viele Menschen Zeit, Herz und Energie eingebracht haben. Dass Du Ute hier erwähnst, zeigt genau das. Wie persönlich diese Geschichte ist und wie sehr einzelne Menschen diesen Ort geprägt haben.
Liebe Grüße!
Lars

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